Kommune macht mehr Gesundheit möglich

Kommunale Gesundheitsförderung ist ein systematischer Prozess, der nicht nur Einzelmaßnahmen in kommunalen Settings umfasst, sondern das Ziel der Kommune als gesundheitsförderliches Setting anstrebt. Während Prävention auf die Vorbeugung oder Früherkennung von Krankheit abzielt und dabei z. B. Impfungen, gesunde Ernährung, Früherkennung und ausreichende Bewegung propagiert, ist der Ansatz der Gesundheitsförderung der, die Gesundheit der Menschen zu stärken.

Durch die Veränderung der Arbeits-, Umwelt- und Lebensbedingungen sowie des individuellen Verhaltens sollen bessere Vorkehrungen für gesundes Leben geschaffen werden.

Bedeutung für die Kommune

Kommunen gestalten zentrale Lebensbedingungen ihrer Bewohner:innen, im Rahmen ihres Selbstverwaltungsrechtes gem. Artikel 28 Abs. 2 Satz 1 und 2 Grundgesetz.

Was heißt das konkret? Durch gesundheitsfördernde Lebensbedingungen sowie durch niedrigschwellige und stigmatisierungsfreie Angebote im kommunalen Raum können fast alle Bewohnerinnen und Bewohner einer Kommune erreicht werden. Die Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene leistet damit einen besonderen Beitrag zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit.

Kommunen haben als Setting der Gesundheitsförderung in zweierlei Hinsicht eine zentrale Bedeutung: Erstens prägen sie die gesundheitliche Infrastruktur in diesem Sozialraum. Zweitens bildet die kommunale Ebene den Rahmen für weitere settingspezifische Ansätze der Gesundheitsförderung in den dort angesiedelten Lebenswelten und Institutionen. Zur Umsetzung kommunaler Prävention und Gesundheitsförderung gelten lokale Netzwerke und Kooperationen als zentraler Baustein. Daher sind sie entsprechend im Präventionsgesetz sowie in den Bundesrahmenempfehlungen zur Umsetzung des Präventionsgesetzes mit verankert.

Weiterführende Links und Veröffentlichungen:

Koordination kommunaler Gesundheitsförderung – Entwicklung eines Aufgaben- und Kompetenzprofils