Grüne Resilienz | RegioHealth Netzwerk gGmbH
In Entwicklung · Berlin & Brandenburg

Grüne
Resilienz

Frauen gesund im Erwerbsleben halten.
Ein Modellvorhaben für naturbasierte Gesundheitsförderung in der Perimenopause und den Wechseljahren.

Das Problem ist größer, als es sichtbar ist

Eine natürliche Lebensphase wird zu einem Risiko für Erwerbsfähigkeit und Fachkräftesicherung.

Millionen Frauen sind genau in der Lebensphase erwerbstätig, in der Perimenopause und Wechseljahre auftreten. Gleichzeitig fehlen in Deutschland vielerorts systematische Unterstützungsangebote.

30 %

der berufstätigen Frauen zwischen 40 und 62 fühlen sich durch die Wechseljahre im Berufsleben beeinträchtigt.

DAK 2025 ↗
32 %

der Frauen mit Wechseljahresbeschwerden weisen in der DAK-Befragung eine gefährdete Arbeitsfähigkeit auf.

DAK 2025 ↗
52,1 %

der Befragten im Berliner Forschungsprojekt MenoSupport fühlen sich mit dem Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz allein gelassen.

MenoSupport / IFAF Berlin ↗
9,5 Mrd. €

geschätzter jährlicher Verlust für deutsche Unternehmen durch fehlende Behandlung und Unterstützung bei Wechseljahresbeschwerden.

FPA/Bayer 2025 ↗
Arbeitsmarkt-Effekt

Unterstützungslücke mit Folgen

Arbeitszeit reduziert oder Erwerbsleben verlassen25 %
Bezahlter oder unbezahlter Krankenstand> 1 von 3

Deutschlandanalyse 2025; die zweite Angabe wird von der Quelle als „more than a third“ ausgewiesen.

DAK-Arbeitsfähigkeitsindex

Je stärker die Belastung, desto größer das Risiko

Frauen mit Wechseljahresbeschwerden: Arbeitsfähigkeit gefährdet32 %
Bei starker beruflicher Beeinträchtigung58 %

Eigene Darstellung nach DAK-Whitepaper Wechseljahre 2025.

Frauen in der Lebensmitte
Menopause
Arbeit & Fachkräftedruck
Soziale Isolation
Care & Pflege
Mehrfachbelastung

Vier Belastungen treffen häufig zur selben Zeit aufeinander.

Menopause: Schlafstörungen, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und psychische Belastungen können Arbeitsfähigkeit und Wohlbefinden beeinträchtigen.

Care: Die Lebensphase fällt häufig mit Verantwortung für Kinder, Eltern oder andere pflegebedürftige Angehörige zusammen.

Arbeit: Gerade in Pflege, Gesundheit und Sozialwesen ist der Frauenanteil hoch – und der Fachkräftebedarf groß.

Soziale Isolation: Beruf, eigene Gesundheit und Sorgearbeit lassen wenig Raum für Erholung, Bewegung und soziale Kontakte.

Menopause ist kein Randthema. Sie ist eine relevante Herausforderung für Erwerbsfähigkeit, Gleichstellung und Fachkräftesicherung.
Die Chance

Natur als Teil einer neuen Präventionslogik.

Naturbasierte Ansätze können mehrere relevante Faktoren gleichzeitig adressieren – körperlich, psychisch und sozial.

Stress reduzieren Bewegung fördern Resilienz stärken soziale Kontakte schaffen Erholung ermöglichen niedrigschwellige Zugänge schaffen

Internationale Forschung weist auf positive Zusammenhänge zwischen Naturkontakt, psychischer Gesundheit, Stressreduktion, körperlicher Aktivität und Wohlbefinden hin. Grüne Resilienz will diese Ansätze nicht voraussetzen, sondern ihre Eignung für Frauen in dieser Lebensphase systematisch erproben und evaluieren.

Was wir entwickeln wollen

Ein offenes Modellvorhaben.

In Berlin und Brandenburg wollen wir gemeinsam mit bestehenden Akteuren unterschiedliche naturbasierte Ansätze erproben und untersuchen, welche Kombinationen für Frauen in der Perimenopause und den Wechseljahren wirksam, praktikabel und skalierbar sind.

Wichtig: Es sollen keine neuen Parallelstrukturen entstehen. Ziel ist, vorhandene Angebote miteinander zu verbinden, Zugangswege zu schaffen und gemeinsam ein übertragbares Modell zu entwickeln.

01

Garten & Gartentherapie

Naturbasierte Aktivität, Regeneration und soziale Begegnung.

02

Wald & Natur

Niedrigschwellige Formate für Bewegung, Erholung und Resilienz.

03

Peer & Gruppenformate

Soziale Verbundenheit stärken und Isolation reduzieren.

04

Social Prescribing

Frauen strukturiert in vorhandene regionale Angebote vermitteln.

05

Care-kompatible Angebote

Teilnahme auch bei Pflege- und Sorgeverantwortung ermöglichen.

06

Arbeitswelt

Zugänge über Arbeitgeber, BGF und Einrichtungen mit hohem Frauenanteil.

Was wir herausfinden wollen

Von der guten Idee zur belastbaren Evidenz.

EvidenzEffekte auf Wohlbefinden, Stress, Resilienz und subjektive Arbeitsfähigkeit.
ArbeitsweltWie erreichen wir Frauen über Arbeitgeber, BGF, Pflege, Gesundheit und soziale Berufe?
VersorgungWie können Gesundheitsakteure und Social-Prescribing-Strukturen Frauen gezielt vermitteln?
Care & TeilhabeWie werden Angebote mit Pflege- und Sorgeverantwortung vereinbar?
TransferWelche Bausteine lassen sich auf andere Regionen und Arbeitgeber übertragen?
Erprobungsraum

Berlin & Brandenburg.

Eine Region mit starken Naturressourcen, urbanen und ländlichen Lebenswelten, Gesundheits- und Sozialnetzwerken sowie hohem Bedarf an Fachkräftesicherung.

Naturressourcenländliche Räumeurbane Räume demografischer WandelFachkräftebedarf Green CareSocial PrescribingBGF
Mögliche Kooperationspartner
Wissenschaft & EvaluationHAW Ausbildungszentrum für Handel und Wirtschaft Berlin; weitere Hochschul- und Forschungspartner
Community & RegionPFS Heinersdorf / Sorgende Dörfer; kommunale und regionale Initiativen
ArbeitsweltPflegeeinrichtungen, Gesundheitsunternehmen, soziale Träger, Arbeitgeber mit hohem Frauenanteil
VersorgungCommunity Health Nurses, Pflegefachpersonen, Reha-Einrichtungen, Gesundheitszentren, Krankenkassen
NaturGarten- und Waldtherapieanbieter, Naturparks, Umweltbildung, Green-Care-Akteure
GleichstellungFrauenorganisationen, Gleichstellungsbeauftragte und relevante Landesakteure

Genannte Organisationen sind mögliche bzw. im Gespräch befindliche Kooperationspartner; die Darstellung impliziert keine formale Partnerschaft.

Vom Pilot zur übertragbaren Lösung

Entwickeln. Prüfen. Skalieren.

01
Pilot

Angebote gemeinsam entwickeln und mit einer ersten Zielgruppe testen.

02
Evaluation

Gesundheitliche, soziale und arbeitsbezogene Effekte untersuchen.

03
Modell

Übertragbare Bausteine und Zugangswege definieren.

04
Skalierung

Weitere Arbeitgeber, Regionen und Versorgungspartner einbinden.

05
Transfer

Einen bundesweit nutzbaren Ansatz verfügbar machen.

Warum RegioHealth?

Gesundheit regional und strukturell denken.

Die RegioHealth Netzwerk gGmbH entwickelt und realisiert regionale Gesundheitsinitiativen, die individuelle Gesundheitsförderung mit struktureller Veränderung verbinden.

Über das RegioHealth-Netzwerk verbinden wir Praxis, Wissenschaft, Kommunen, Zivilgesellschaft und Gesundheitsversorgung – mit Erfahrung in regionaler Vernetzung, Social Prescribing und betrieblicher Gesundheitsförderung.

Unsere Rolle in Grüne Resilienz: Partner zusammenbringen, das Modell entwickeln, Zugangswege schaffen, Pilotierung koordinieren und Transfer ermöglichen.

Grüne Resilienz wird entwickelt

Das Problem ist klar. Das Modell wollen wir gemeinsam entwickeln.

Wir suchen Unterstützung und Mitstreiter, die Frauengesundheit, Erwerbsfähigkeit und naturbasierte Prävention gemeinsam voranbringen möchten.